Food-Coop

Wer sind wir?

Wir sind die erste Lebensmittelkooperative in Regensburg. Unser Anliegen ist es, hauptsächlich lokale Erzeugnisse für unsere Ernährung zu beziehen. Wir erhalten als Großabnehmer von Bauern und Bäuerinnen aus der Region ihre Produkte zu einem günstigen und fairen Preis. Dafür nehmen wir aber auch z.B. das Gemüse, das auf dem Markt nicht mehr verkauft werden konnte. Aktuell können neben einer Grundausstattung an Gemüse zusätzlich Eier bezogen werden. Jedes Mitglied der Food-Coop kann dann einfach in unsere „Gemüsekammer“ gehen und sich die wöchentliche Bestellung selbstverantwortlich holen.

Hinweis: Wir sind zum 01.04.2026 aus unserer Transition Base in der Keplerstraße ausgezogen. Die Food-Coop hat daher aktuell Pause, bis wir einen neuen Raum für unsere Gemüsekammer gefunden haben.

  1. Vielfältigkeit. Die Food-Coop soll so vielfältig sein, wie eine Gruppe von Menschen nur sein kann. Daher sind alle Menschen bei uns willkommen!
  2. Schonung natürlicher Resourcen. In großen Kaufhäusern werden im Allgemeinen nur die „beliebtesten“ Gemüsesorten in standardisierter Form angeboten. Gleichzeitig werden sie aus ganz Europa, teilweise aus der ganzen Welt, zu uns transportiert. Das verschlingt nicht nur eine Menge Treibstoff, sondern auch eine große Menge an Wasser. Daneben wird oft die lokale Versorgung und Wirtschaft dieser Exportländer beeinträchtigt. Um so sinnvoll wie möglich mit unserem Planeten umzugehen, wollen wir die alltäglichen Produkte nicht unnötig reisen lassen – wenn wir sie genauso gut direkt vor Ort erhalten und herstellen können.
  3. Unterstützung für unsere lokale Landwirtschaft. Wir unterstützen mit unserer Kooperative viele kleine, regionale Bauern und Bäuerinnen. Diese können besser als große Discounter eine Vielzahl alter wie neuer, saisonaler Gemüsesorten anbieten. Wir bieten ihnen als Kooperative dafür die Gewissheit, dass sie mit uns einen sicheren Abnehmer haben. Das schließt auch die Abnahme von Lebensmitteln ein, die nicht perfekt aussehen, die aber deswegen keineswegs schlecht sind. Dabei legen wir natürlich auch Wert auf eine möglichst ökologische Landwirtschaft. Selbst in der Fachwelt herrscht Unklarheit darüber wie sich der Cocktail aus künstlichen Düngern und Spritzmittel auf uns (direkt oder über die Umwelt) auswirkt. Ganz zu schweigen davon, dass dabei die Grundlage für die Landwirtschaft, der Boden, langfristig zerstört wird; denn auch dieser braucht Vielfalt. Auch sind schnellwachsende, überdüngte Sorten meistens nicht so vielfältig im Geschmack und an Inhaltsstoffen. Da wir noch eine junge Kooperative sind, gehen wir in Sachen Bio jedoch geringe Kompromisse ein, da unser Hauptaugenmerk auf regionalem, saisonalem Angebot liegt. Unser Gemüsebauer hat z.B. kein Verbandsbiosiegel (wie z.B. Bioland, demeter oder Naturland), sondern “nur” das EU Bio-Siegel. Das halten wir aber für ausreichend; trotzdem plant er einen möglichen Wechsel zu einem Verbandssiegel.
  4. Preiswertes Gemüse für alle. Als sichere Großabnehmer*innen für die Bauern und Bäuerinnen und mit unserem System „Alles für Alle“ erhalten wir die Lebensmittel etwas günstiger als so mancher Bioladen – was allen, die nicht so viel Geld im Monat zur Verfügung haben, die Möglichkeit gibt, gesunde regionale Lebensmittel zu erwerben.
  5. Veränderung beginnt im Kopf. Um das alles wirklich gut und konsistent umsetzen zu können, müssen wir auch unsere Lebensgewohnheiten umstellen. Wir brauchen also auch einen gesellschaftlichen, persönlichen und psychologischen Wandel. Wir nehmen dabei gern in Kauf, dass das Angebot saisonal ist, dass die Qualität nicht über das ganze Jahr perfekt konstant bleibt, dass es mal „nur“ noch Sorten gibt, die nicht unsere erste Wahl sind und wir dadurch die Möglichkeit haben, neue Dinge probieren zu können. Und trotzdem; selbst die letzten, die in einer Woche ihre Lebensmittel abholen, erhalten nicht unbedingt „Reste“. Das ist ein sehr freies Konzept, das aber funktioniert; zumindest für eine Gruppe von Leuten unserer Anzahl, die trotz ihrer vielfältigen Ansichten und Geschmäcker mit Leidenschaft gemeinsame Ziele verfolgen. Wir wollen eine Gemeinschaft bilden, in der sich die einzelnen Personen unterstützen und helfen und flexibel nach Lösungen suchen, falls Probleme auftreten.

Wie funktioniert’s?

Einmal in der Woche erhalten wir Lieferungen von unseren Bauern in unserer zentralen Gemüsekammer. Dort werden die Lebensmittel von (wöchentlich wechselnden) Helfer*innen aus der Gruppe entgegen genommen. In den folgenden Tagen können sich dann die Mitglieder der Kooperative dann ihre Lebensmittel abholen.

Mitglieder können über ein Online-Bestellsystem angeben wie viel Gemüse sie in einer Woche bestellen wollen. So kann jedes Mitglied, je nachdem wieviel es in der Woche braucht, eine oder mehrere Gemüsekisten bestellen oder die Bestellung auch mal ganz aussetzen.

Eine Gemüsekiste entspricht Gemüse im Wert von 5 Euro. Dabei kann man sich die Gemüsekiste vor Ort selbst zusammenstellen – abhängig davon, worauf man Lust hat und was es die Woche so im Angebot gibt. Eine Liste mit den Preisen für die einzelnen Gemüsesorten liegt im Gemüsekeller aus. Zusatzbestellungen wie Eier werden separat abgerechnet.

Wie kann ich mitmachen?

Wer mitmachen möchte, schreibt eine Mail an food-coop@transition-regensburg.de, und wird dann nach individueller Absprache zu einem Aufräumdienst eingeladen. Dort wird zuerst einmal in unseren Lagerraum eingewiesen, sowie der ganze Ablauf und die regelmäßigen Aufgaben aufgezeigt. Desweiteren ist die Teilnahme an einer Gemüseannahme Voraussetzung, um Mitglied zu werden. Erst im Anschluss daran erhält man einen Online-Zugang, über den es möglich ist Geld auf sein Food-Coop-Konto einzuzahlen sowie zu bestellen.

Alle Mitglieder erhalten bei ihrer Anmeldung eine PDF-Datei, in der nochmals alle Details und Abläufe innerhalb der Food Coop detailliert erklärt sind.

Das Foodcoop-Orga-Team führt die Einweisungen durch und kümmert sich um Hintergrund-Kommunikation: von links nach rechts: Judith, Johanna, Karla, Adrian, Valentina (außerdem Merit, Paul und Andreas – nicht im Bild)
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